~ Friedrich Dürrenmatt ~
Montag, 24. Januar 2011
Montag, 17. Januar 2011
Prinzipienreiter
Manchmal lohnt es sich, ein Prinzipienreiter zu sein. Beispielsweise, wenn die UBS einem schreibt, per Ende Jahr werde das Ex-Studenten-Konto in ein normales Konto umgewandelt - dann die Umwandlung aber klammheimlich einen Monat früher vollzieht.
Ich hatte aufgrund der bevorstehenden Umwandlung nämlich brav per Ende Jahr mein Konto gekündigt, sah dann aber auf meiner Dezember-Abrechnung keine pauschale Kontogebühr wie beim Ex-Studenten-Konto üblich, sondern eine Einzelabrechnung. Nicht der Preisunterschied von 1.30 zu meinen Ungunsten hat mich aufgeregt, sondern die Frechheit, dass das Konto bereits früher umgewandelt wurde. Also habe ich bei meiner Ex-Bank angerufen.
Dame am Telefon: Ich kann versuchen, Sie mit dem zuständigen Team zu verbinden... Oder was wollen Sie?
Ich: Ich will, dass Sie mir den zuviel bezahlten Betrag auf mein neues Konto überweisen.
Dame am Telefon: Ok, ich werde das so weiterleiten.
Ich: Bis wann kann ich mit der Erledigung rechnen?
Dame am Telefon: Ich schreibe dazu, dass sie das Geld in den nächsten Tagen erwarten.
Dann, drei Tage später einen Anruf. Der Herr wollte sich zwar nicht entschuldigen, hat mir aber für das Missgeschick 20 Key-Points angeboten - die hab ich dann genommen ;)
Ich hatte aufgrund der bevorstehenden Umwandlung nämlich brav per Ende Jahr mein Konto gekündigt, sah dann aber auf meiner Dezember-Abrechnung keine pauschale Kontogebühr wie beim Ex-Studenten-Konto üblich, sondern eine Einzelabrechnung. Nicht der Preisunterschied von 1.30 zu meinen Ungunsten hat mich aufgeregt, sondern die Frechheit, dass das Konto bereits früher umgewandelt wurde. Also habe ich bei meiner Ex-Bank angerufen.
Dame am Telefon: Ich kann versuchen, Sie mit dem zuständigen Team zu verbinden... Oder was wollen Sie?
Ich: Ich will, dass Sie mir den zuviel bezahlten Betrag auf mein neues Konto überweisen.
Dame am Telefon: Ok, ich werde das so weiterleiten.
Ich: Bis wann kann ich mit der Erledigung rechnen?
Dame am Telefon: Ich schreibe dazu, dass sie das Geld in den nächsten Tagen erwarten.
Dann, drei Tage später einen Anruf. Der Herr wollte sich zwar nicht entschuldigen, hat mir aber für das Missgeschick 20 Key-Points angeboten - die hab ich dann genommen ;)
Dienstag, 4. Januar 2011
Residenz Zürich aufgehoben
Was ich von meiner alten Wohnung vermissen werde:
Und was nicht:
- dass die Waschmaschiene nur 12 Treppenstufen von meiner Wohnung entfernt war
- die kleine nachtaktive Maus, die an der Ecke Bederstrasse/Steinentischstrasse wohnt
- der freundliche Herr, der in der Post Enge arbeitet
- dass das Tram fast vor die Tür fährt
- die nahegelegene Migros, die auch am Sonntag geöffnet ist
- Sihlcity, das quasi um die Ecke lag
- die vielen süssen alten Damen, die sofort aufgeblüht sind, wenn man im Treppenhaus ein paar Worte mit ihnen gewechselt hat
Und was nicht:
- dass die Wohnung im Erdgeschoss lag
- der komische Typ vom obersten Stock, der einem im Treppenhaus gerne angaffte, aber nicht ein einziges Mal zurückgegrüsst hat
- Lärm von den Autos
- Hausgeist Sam
- der fehlende Balkon
- die superempfindliche Tapete, die nur schon vom Anschauen schmutzig wurde
- die Stöckelschuhe der Frau über mir (die ich aber zugegebenermassen seither nur noch ganz selten gehört habe)
Samstag, 1. Januar 2011
Mein Dezember 2010
Gesehen
Gemacht
Weihnachtsmänner und Engel auf Harleys.
Premiere von Flying Diamond.
Die Informatikausstellung im Verkehrshaus.
Länger leben.
Lichterschwimmen in Zürich.
Der letzte schöne Herbsttag.
Premiere von Flying Diamond.
Die Informatikausstellung im Verkehrshaus.
Länger leben.
Lichterschwimmen in Zürich.
Der letzte schöne Herbsttag.
Gelernt
Wenn man beim Arbeiten das Gefühl hat, nach Hause gehen zu müssen, sollte man das auch tun. Sonst kann es passieren, dass man seinen Kaffee über die Tastatur verteilt :(
Anis sind nicht die Samen von Fenchel.
Wenn man beim Arbeiten das Gefühl hat, nach Hause gehen zu müssen, sollte man das auch tun. Sonst kann es passieren, dass man seinen Kaffee über die Tastatur verteilt :(
Anis sind nicht die Samen von Fenchel.
Gelesen
Paul Auster - The Locked Room
Gemacht
Brownies, Spitzbuben und Mailänderli gebacken.
Die Steuererklärung vom Liebling kurz vor der Verhaftung desjenigen fertiggestellt.
Den Berg hochgekraxelt und mich dabei in meinem Vorsatz bestärkt gefühlt, nächstes Jahr wieder richtig Sport zu machen.
Vom Christkindlimarkt in Strasbourg mit dem Schiff (schlafend) zum Christkindlimarkt in Colmar gefahren.
Eingepackt und ausgepackt aka umgezogen.
Gotti geworden (der Kleine steckt aber noch im Bauch ;)).
Das Thermalbad neben meinem Haus getestet.
Beim Adventskalender von Exila gewonnen.
Mit dem Liebling dem UPS-Lieferwagen nachgejagt, damit dieser unsere Weihnachtskarten rausrückt.
Gefühlte 10-Millionen-Tausend Kilos in den dritten Stock geschleppt.
Kurz vor Neujahr in der neuen Wohnung eingeschlafen, dann aber dieses doch noch rechtzeitig auf dem neuen Balkon gefeiert.
Die Steuererklärung vom Liebling kurz vor der Verhaftung desjenigen fertiggestellt.
Den Berg hochgekraxelt und mich dabei in meinem Vorsatz bestärkt gefühlt, nächstes Jahr wieder richtig Sport zu machen.
Vom Christkindlimarkt in Strasbourg mit dem Schiff (schlafend) zum Christkindlimarkt in Colmar gefahren.
Eingepackt und ausgepackt aka umgezogen.
Gotti geworden (der Kleine steckt aber noch im Bauch ;)).
Das Thermalbad neben meinem Haus getestet.
Beim Adventskalender von Exila gewonnen.
Mit dem Liebling dem UPS-Lieferwagen nachgejagt, damit dieser unsere Weihnachtskarten rausrückt.
Gefühlte 10-Millionen-Tausend Kilos in den dritten Stock geschleppt.
Kurz vor Neujahr in der neuen Wohnung eingeschlafen, dann aber dieses doch noch rechtzeitig auf dem neuen Balkon gefeiert.
Montag, 13. Dezember 2010
Und es hilft doch :)
Heutige Begrüssung an der Kasse vom Tankstellenshop: "Ich weiss, kein Sack für di. Du bechunnsch sowieso nie meh e Sack vo mir, egal wie viel du ikaufsch."
Sehr gut, scheint doch zu wirken, dass man konsequent seine eigene Tasche mitbringt und auf umweltschädigende Plastiksäcke verzichtet :)
(Nein, ich bin nicht so ein Fanatiker, wie man aufgrund dieses Artikels meinen könnte ;))
Mittwoch, 1. Dezember 2010
Mein November 2010
Gesehen
Gelernt
In Delhi können auch Elefanten auf die Strasse, allerdings haben sie einen entschiedenden Nachteil: Sie können nicht hupen.
Es ist ein Fehler, aus Rücksicht auf Bekannte die Wohnung nicht öffentlich auszuschreiben.
Es ist ein Fehler, aus Rücksicht auf Bekannte die Wohnung nicht öffentlich auszuschreiben.
Gelesen
Gemacht
Meine Wohnung potentiellen Nachmietern gezeigt.
Ferienwäsche gewaschen.
Für Indien gepackt.
Endlich ein neues Telefon bestellt und eingeweiht.
Acht neue Leute kennengelernt.
Krankenkasse und Hausbank gewechselt.
Einen Adventskalender gebastelt.
Wieder mal ein Editorial geschrieben.
In einem Tag die Weihnachtsmärkte auf der Rotburg, in Arlesheim und in Basel abgeklappert.
Endlich ein neues Telefon bestellt und eingeweiht.
Acht neue Leute kennengelernt.
Krankenkasse und Hausbank gewechselt.
Einen Adventskalender gebastelt.
Wieder mal ein Editorial geschrieben.
In einem Tag die Weihnachtsmärkte auf der Rotburg, in Arlesheim und in Basel abgeklappert.
Montag, 29. November 2010
Etwas mehr Respekt könnte helfen
Neu ist die Problematik ja nicht. Bereits im November 2007 meldete die «Neue Zürcher Zeitung» einen Einbruch bei den Studierendenzahlen im Fach Informatik. Zwischen 2001 und 2006 sei die Zahl der Studienanfänger landesweit um 60 Prozent eingebrochen, im Fach Wirtschaftsinformatik gar um 70 Prozent. Trotzdem ging vor kurzem ein Aufschrei durch die Medien, als eine Studie der Stiftung IT-Berufsbildung Schweiz und des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) offenbarte, dass unserem kleinen Land bis in sieben Jahren rund 32’000 ICT-Fachkräfte fehlen werden. Vorausgesetzt, es läuft alles so weiter wie bisher.
Da fragt man sich zu Recht, was in den letzten drei Jahren unternommen wurde. Schon in besagtem Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung» kam nämlich der damalige Präsident von ICTswitzerland, Stefan Arn, zum Schluss, der einzige Ausweg aus dieser beunruhigenden Situation liege darin, die Ausbildung zu verbessern. Ich jedenfalls würde da noch mindestens eine weitere Möglichkeit sehen.
Zugegeben, als ich 2002 mit dem Studium der Wirtschaftsinformatik begonnen hatte, waren die Übungsgruppen noch gepackt voll. Wollte man sicherstellen, dass die eigenen Fragen auch beantwortet werden konnten, musste man auf die unbeliebten Gruppen zu den Randzeiten ausweichen, wo man lieber geschlafen (morgens) oder gearbeitet hätte (abends).
Jedenfalls hätte der ausgetrocknete Arbeitsmarkt bei meinem Studienabschluss 2008 ideal zum Einstieg sein sollen. Rein theoretisch hätten sich die verzweifelt nach IT-Arbeitskräften suchenden Unternehmen um mich streiten sollen. Mein Eindruck war aber ein ganz anderer. Ich erinnere mich an eine Recruiting-Veranstaltung der Credit Suisse, wo den anwesenden Hochschulabgängern eindringlich erklärt wurde, man solle jetzt ja nicht erwarten, bei der CS einzusteigen, um dann direkt um die Welt jetten zu können (wollte ich ja gar nicht). Und zu meinem CV konnten sie auch keine Verbesserungstips geben – obwohl das als Teil der Veranstaltung angekündigt war und wir aufgrund unseres eingereichten CV zu der Veranstaltung eingeladen wurden. Immerhin haben wir – oder zumindest die Schnellsten von uns – am Schluss einen Fussball zur damals in der Schweiz und in Österreich stattfindenden Fussball-EM erhalten. Bei IBM nämlich machte man sich nicht einmal die Mühe, mir für meine Bewerbung eine Eingangsbestätigung zu verschicken, geschweige denn, sich überhaupt bei mir zu melden. Und nicht dass Sie jetzt denken, ich sei eine schlechte Studentin gewesen, immerhin habe ich mit «magna cum laude» abgeschlossen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Würde man den Hochschulabgängern etwas mehr Respekt entgegenbringen, könnte man bestimmt den einen oder anderen überzeugen, beim eigenen Unternehmen einzusteigen (und nicht stattdessen Schreiberling bei Swiss IT Media zu werden). Ob sich das die zuständigen Personalverantwortlichen schon mal überlegt haben, wage ich zu bezweifeln.
Immerhin haben nun die Stiftung IT-Berufsbildung Schweiz und das BBT zusammen mit der neuen nationalen Organisation der Arbeit (OdA) ICT-Berufsbildung Schweiz ein Massnahmenpaket angekündigt. Hoffentlich hilft das, die fehlenden 32’000 ICT-Fachkräfte zu generieren. Alternativ könnte man ja den Kanton Obwalden (Bevölkerungsstand am 31. Dezember 2009: 35’032) zu einer Umschulung überreden.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Dieser Text ist als Editorial im Swiss IT Magazine 12/2010 erschienen. (Ja, wenn ich dafür bezahlt werde, schreibe ich auch längere Texte ;))
Da fragt man sich zu Recht, was in den letzten drei Jahren unternommen wurde. Schon in besagtem Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung» kam nämlich der damalige Präsident von ICTswitzerland, Stefan Arn, zum Schluss, der einzige Ausweg aus dieser beunruhigenden Situation liege darin, die Ausbildung zu verbessern. Ich jedenfalls würde da noch mindestens eine weitere Möglichkeit sehen.
Zugegeben, als ich 2002 mit dem Studium der Wirtschaftsinformatik begonnen hatte, waren die Übungsgruppen noch gepackt voll. Wollte man sicherstellen, dass die eigenen Fragen auch beantwortet werden konnten, musste man auf die unbeliebten Gruppen zu den Randzeiten ausweichen, wo man lieber geschlafen (morgens) oder gearbeitet hätte (abends).
Jedenfalls hätte der ausgetrocknete Arbeitsmarkt bei meinem Studienabschluss 2008 ideal zum Einstieg sein sollen. Rein theoretisch hätten sich die verzweifelt nach IT-Arbeitskräften suchenden Unternehmen um mich streiten sollen. Mein Eindruck war aber ein ganz anderer. Ich erinnere mich an eine Recruiting-Veranstaltung der Credit Suisse, wo den anwesenden Hochschulabgängern eindringlich erklärt wurde, man solle jetzt ja nicht erwarten, bei der CS einzusteigen, um dann direkt um die Welt jetten zu können (wollte ich ja gar nicht). Und zu meinem CV konnten sie auch keine Verbesserungstips geben – obwohl das als Teil der Veranstaltung angekündigt war und wir aufgrund unseres eingereichten CV zu der Veranstaltung eingeladen wurden. Immerhin haben wir – oder zumindest die Schnellsten von uns – am Schluss einen Fussball zur damals in der Schweiz und in Österreich stattfindenden Fussball-EM erhalten. Bei IBM nämlich machte man sich nicht einmal die Mühe, mir für meine Bewerbung eine Eingangsbestätigung zu verschicken, geschweige denn, sich überhaupt bei mir zu melden. Und nicht dass Sie jetzt denken, ich sei eine schlechte Studentin gewesen, immerhin habe ich mit «magna cum laude» abgeschlossen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Würde man den Hochschulabgängern etwas mehr Respekt entgegenbringen, könnte man bestimmt den einen oder anderen überzeugen, beim eigenen Unternehmen einzusteigen (und nicht stattdessen Schreiberling bei Swiss IT Media zu werden). Ob sich das die zuständigen Personalverantwortlichen schon mal überlegt haben, wage ich zu bezweifeln.
Immerhin haben nun die Stiftung IT-Berufsbildung Schweiz und das BBT zusammen mit der neuen nationalen Organisation der Arbeit (OdA) ICT-Berufsbildung Schweiz ein Massnahmenpaket angekündigt. Hoffentlich hilft das, die fehlenden 32’000 ICT-Fachkräfte zu generieren. Alternativ könnte man ja den Kanton Obwalden (Bevölkerungsstand am 31. Dezember 2009: 35’032) zu einer Umschulung überreden.
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Dieser Text ist als Editorial im Swiss IT Magazine 12/2010 erschienen. (Ja, wenn ich dafür bezahlt werde, schreibe ich auch längere Texte ;))
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